Projekt-Krisen

Gründe für das Eintreten einer Projekt-Krise können so vielfältig sein, wie Einflussfaktoren additiv auf ein Projekt wirken. Nicht selten ist mehr als eine Ursache identifizierbar, zumeist hängen diese sogar inhaltlich zusammen, oder es bildet sich eine Kettenreaktion aus Ursachen, die zu einander in Abhängigkeit stehen.

Falls ein laufendes Projekt in Schieflage geraten ist, ist eine sofortige Krisenintervention und situatives Krisenmanagement erforderlich.

Ein Projekt sollte laufend mit den klassischen Projekt-Management-Instrumenten wie Projektplan (Zeit und Ressourcen), Issue-, Risk- und Problem-Management, Fortschritts- und Qualitäts-Management, Change-Management, etc. gesteuert werden. Falls einzelne Parameter aus dem Ruder laufen, so kann bedingt gegen gesteuert werden bis zu einem gewissen Grad.
Wird dieser Grad überschritten und ein Projekt gerät in Schieflage, so ist eine Projekt-Krise auszurufen und mit den Methoden des Krisenmanagements zu begegnen.

Die folgenden Hard-Factors müssen geprüft werden:
• Projekt-Ziel und -Scope
• Unterstützung durch Sponsoren
• Zufriedenheit der Stakeholder
• Projekt-Strukturen
• Projekt-Management-Instrumente (operative Steuerungsparameter)
• Ressourcen
• Team-Skill: Fach- und Methoden-Kompetenz
• Projekt-Dokumentation
Bei festgestellten Defiziten sollte zeitnah ein Korrektiv eingesetzt werden.

Die folgenden Soft-Factors müssen geprüft werden:
• Team-Skill: Sozial-Kompetenz
• Team-Kommunikation intern
• Team-Stressfaktor
• Team-Motivation
• Emotionale Befindlichkeit im Team
• Projekt-Kommunikation extern
• Projekt-Klima (sehr gut bis gut , mäßig bis schlecht, vergiftet)
Bei festgestellten Defiziten sollte zeitnah ein Korrektiv eingesetzt werden.

Die vorgenannten Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern verstehen sich lediglich als exemplarische, wichtige Sofort-Maßnahmen.